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14. September 2026

Collaborations

TOMBOGO x G-STAR: Die Geschichte hinter THE DENIM 004

a woman standing on a pedestal with her hands on her hips

Mit der THE DENIM Serie eröffnen wir neue Perspektiven auf Denim. Dafür arbeiten wir mit Designern zusammen, die die Zukunft der Mode mitgestalten. Für diese Edition haben wir uns mit Tommy Bogo, dem Gründer von TOMBOGO, zusammengeschlossen. Bogo wurde in der Bay Area geboren, studierte Industriedesign und entwickelte seine Marke aus einer Community von Kreativen und Self-Startern. Diese Energie übersetzt er in Designs, die von industriellen Elementen geprägt sind. Für THE DENIM 004 betrachtete er Denim aus einer technischen Perspektive und verband die futuristische Ästhetik von TOMBOGO mit der Utility-DNA von G-STAR. Im Gespräch erzählt Tommy, wie er seine Marke von Grund auf aufgebaut hat und welche Idee hinter der Jeans steckt.

a man in white shirt and blue jeans standing with his hands on his hips
a man in white tank top standing on a block with his hands on his hips

Erzähl uns etwas über deinen Hintergrund. Wie ist TOMBOGO entstanden?

Ich bin in der Bay Area geboren und aufgewachsen. Das hat mich stark geprägt. Dort gibt es eine eng vernetzte Kreativszene, in der sich Menschen gegenseitig unterstützen und eine ähnliche Haltung teilen. Vor allem die Idee, Dinge selbst anzustoßen. Da die Region nie dieselben Strukturen für Mode bot wie New York oder Los Angeles, mussten Kreative oft selbst etwas aufbauen. Dieses Umfeld hat meine Marke geprägt. TOMBOGO ist aus dieser Community entstanden: Menschen, die experimentieren, zusammenarbeiten und gemeinsam wachsen. Viele der Künstler, die ich vor zehn Jahren bei kleinen Pop-ups kennengelernt habe, machen heute großartige Dinge. Dieses Gefühl gemeinsamer Kreativität ist aber immer geblieben.


Designst du mit Blick auf diese Community?

Auf eine gewisse Weise schon. Die Community bestimmt nicht direkt, wie ein Design aussieht. Aber die Energie hinter der Arbeit kommt aus diesem Umfeld. Es gibt immer dieses Gefühl: Du kannst das auch. Viele Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin, wollten aus dem Nichts etwas Eigenes aufbauen. Meine Arbeit soll sie daran erinnern, dass das weiterhin möglich ist. Die Bay Area ist außerdem die Heimat von Unternehmen wie Apple und Google. Sie zeigt, wie weit eine Idee reichen kann, die lokal begonnen hat. Diese Perspektive beeinflusst definitiv, wie ich über den Aufbau einer Marke denke.

Tommy Bogo in a jacket sitting down

Deine Arbeit wirkt oft futuristisch und technisch. Woher kommt diese Ästhetik?

Das hat mich schon immer interessiert. Ich mag klares, strukturiertes Design. Ich bin mit Apple-Produkten wie dem iPod shuffle aufgewachsen. Diese Klarheit und Reduktion sind mir im Gedächtnis geblieben. Mein Logo entstand ursprünglich aus einem Metallteil, das ich für meine Kleidung entworfen hatte. Es waren eigene Jeansknöpfe, geformt wie der Kopf einer Kreuzschlitzschraube. Als es später darum ging, ein Logo zu entwickeln, wurde mir klar, dass das Symbol bereits da war. Es musste nur noch reduziert und verfeinert werden.

"Harness-Riemen in das Design einer Jeans zu integrieren, war ein naheliegender Weg, TOMBOGOs Designsprache in Denim zu übersetzen und zugleich an G-STARs Tradition funktionaler und konstruktiver Designs anzuknüpfen."

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Wie hat TOMBOGO angefangen?

Meine Eltern sind beide Künstler. Kreativität war also immer Teil meines Umfelds. Obwohl sie mich vor dem Leben als „brotloser Künstler“ gewarnt haben, bin ich am Ende doch diesen Weg gegangen. Als ich noch zur Schule ging, bauten mein Vater und ich in unserem Garten eine kleine DIY-Siebdruckstation aus einfachen Holzbalken. Ich begann, T-Shirts mit Motiven aus meinen Notizbüchern zu bedrucken und direkt aus meinem Schulspind zu verkaufen. Zur gleichen Zeit wurde Instagram immer größer, also teilte ich die Pieces dort. Das war der eigentliche Anfang der Marke.


Was kam danach?

Irgendwann zog ich nach New York und bekam dort meinen ersten echten Einblick in die Modebranche. Ich studierte, jobbte nebenbei und baute parallel die Marke auf. Nach und nach bekam die Arbeit mehr Aufmerksamkeit. Künstler wie J Balvin entdeckten die Marke und unterstützten sie schon früh. Nach der Pandemie begann ich die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur und entschied mich, mich vollständig auf TOMBOGO zu konzentrieren. Dann kam vieles zusammen: der Umzug nach LA, die Unterstützung durch die PR-Agentur und Kontakte zu Organisationen wie CFDA und IMG. Ab diesem Punkt begann die Marke schnell zu wachsen.


Wie kam die Zusammenarbeit mit G-STAR zustande?

Sie entstand über mehrere Kontakte aus der Community. Ein Berater, mit dem ich zuvor gearbeitet hatte, brachte mich mit jemandem aus dem Umfeld der Dachgesellschaft von G-STAR zusammen. Sie fanden, dass unsere Marken gut zusammenpassen könnten, und stellten den Kontakt her. Es war ziemlich unerwartet, funktionierte aber sehr gut. Nach vielen möglichen Kollaborationen, die zuvor nur eine Idee geblieben waren, wurde daraus endlich ein konkretes Projekt.


Wie bist du beim Design der Jeans für THE DENIM 004 vorgegangen?

Ich wusste, dass Denim der Ausgangspunkt sein würde. Deshalb überlegte ich, wie ich etwas Neues entwickeln könnte, statt bestehende TOMBOGO Silhouetten zu wiederholen. Die Idee entstand, als ich jemanden in Harness Boots mit Schnallenriemen sah. Ich fand den Gedanken interessant, dieses Prinzip auf eine Hose zu übertragen. Daraus entwickelte ich die ersten Skizzen und stellte fest, dass die Idee so noch nicht umgesetzt worden war. Sie wurde zur zentralen Richtung des Designs.

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Hat das G-STAR Archiv das Design beeinflusst?

Auf jeden Fall. Beim Besuch im G-STAR HQ war es unglaublich inspirierend, das Archiv zu betreten und die historischen Metallteile und Designs zu sehen. Die Silhouette der Jeans nimmt Bezug auf ältere G-STAR Styles, besonders auf einige der Utility-Designs aus dem Archiv. Das Ziel war ein Design, das sowohl der Formensprache von TOMBOGO als auch der Geschichte von G-STAR entspricht.


Wie war es, mit Denim zu arbeiten, obwohl es sonst nicht dein typisches Material ist?

Es war spannend, weil ich mich schon lange intensiver mit Denim beschäftigen wollte. Der Besuch im Archiv hat mir gezeigt, wie technisch anspruchsvoll das Material ist und wie viel Wissen in einer guten Jeans steckt. Die Zusammenarbeit mit einer Marke wie G-STAR, die über so viel Erfahrung mit Denim verfügt, war für mich der richtige Weg, mich dem Material zu nähern.


Für wen hast du THE DENIM 004 entworfen?

Für aufstrebende Kreative. Sie waren schon immer die zentrale Zielgruppe der Marke. Menschen, die versuchen, sich selbst etwas aufzubauen. Ein Video Editor erzählte mir einmal, dass er bei der Arbeit gerne TOMBOGO trägt, weil es ihn an die kreativen Ziele erinnert, die er noch erreichen möchte. Das ist mir im Gedächtnis geblieben. Dadurch wurde mir klar, dass die Marke für eine bestimmte Haltung steht: klein anzufangen und konsequent auf etwas Größeres hinzuarbeiten. Ich finde, so lässt sich auch diese Zusammenarbeit gut beschreiben.

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