Sustainable Product

Als ein nach vorne schauendes Unternehmen, das auch in Zukunft Produkte mit Kultcharakter kreieren will, erkennt G-Star die Notwendigkeit nachhaltige Lösungen zu suchen. Nur wenn wir Produkte mit minimaler Auswirkung auf die Umwelt erschaffen, können wir auch weiterhin ein erfolgreiches Unternehmen sein. Darum wählen wir die für unsere Produkte verwendeten Materialien sorgfältig aus.

 

Ein großer Schritt in Richtung einer Verringerung der ökologischen Auswirkungen unserer Produkte ist möglich, wenn wir nach Materialien suchen, die ohne Beeinträchtigung in Bezug auf Qualität, Komfort und Design zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. Konsequenterweise streben wir eine stufenweise Steigerung der Verwendung umweltfreundlicher Materialien in unserer Kollektion an.

Meistens verwenden wir Biobaumwolle, recycelte Baumwolle, Better Cotton, recyceltes Polyester und Tencel® in unseren Produkten, die fast 30% unserer 2016er Kollektion ausmachen.

Nachhaltige Materialien erfordern häufig komplexere Produktionsverfahren und längere Vorlaufzeiten. Da es sich um innovative Materialien handelt, die in geringerem Maße verfügbar sind als konventionelle, stellt deren Integration in unsere Lieferkette eine Herausforderung dar, der wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten stellen.



Merkmale nachhaltiger Materialien

Biobaumwolle
Biobaumwolle wird ohne chemische Pestizide und synthetische Dünger angebaut, was diese zu einer umweltfreundlichen Alternative für konventionelle Baumwolle macht. Außerdem wachsen organische Pflanzen aus nicht genetisch modifizierten Samen und die Mehrheit der weltweiten Produktion wird vom Regen und nicht künstlich bewässert, wodurch sich der Wasserverbrauch erheblich reduziert.

 

Recycelte Baumwolle
Recycelte Baumwolle wird aus Altmaterialien von Konsumenten und der Industrie produziert. Die Verwendung recycelter Baumwolle sorgt für Einsparungen bei Rohmaterialien, Wasser, Chemikalien und Energie.

 

Baumwolle in Konversion
Baumwolle in Konversion wird auf Land angebaut, das erst kürzlich auf organischen Anbau umgestellt wurde (weniger als bis 3 Jahre). Deshalb können sich im Boden, auch wenn keine chemischen Pestizide und synthetischen Dünger verwendet werden, noch Rückstände befinden und kann die Baumwolle noch nicht als Biobaumwolle zertifiziert werden. Baumwolle in Konversion wird verkauft, um die Biobauern zu unterstützen und die Entwicklung von Biobaumwolle zu stimulieren.

Tencel® (Lyocell Produkt von Lenzing)
Lyocell ist eine natürliche Kunstfaser aus Zellulose, die aus Eukalyptus-Zellstoff extrahiert wird. Eukalyptusbäume wachsen schnell und gedeihen auf wenig fruchtbaren Böden ohne die Notwendigkeit der Bewässerung oder synthetischer Pestizide. Die für Tencel, der Lyocell-Faser des Textilfaserproduzenten Lenzing, geernteten Eukalyptusbäume stammen von FSC-zertifizierten Landwirtschaftsbetrieben (FSC- Forest Stewartship Council).

 

Hanf und Bio-Hanf
Hanf ist ganz allgemein eine pflegeleichte Pflanze mit hohem Ertrag, die ideal für den Fruchtwechsel ist. Obwohl sie eine begrenzte Menge an Dünger benötigt, braucht sie keine Pestizide, Herbizide oder Bewässerung.

Zertifizierter Bio-Hanf wächst ohne synthetische Dünger und wird geröstet, um die Faser ohne den Einsatz von Chemikalien zu extrahieren.

 

Leinen und Bio-Leinen
Flachs (die Pflanze aus der die Leinenfasern extrahiert werden) ist eine schnell wachsende, regenerative Pflanze, die für den Fruchtwechsel ideal ist. Sie erfordert relativ geringe Mengen an Pestiziden und Dünger.

Zertifizierter Bio-Flachs wächst ohne synthetische Dünger und wird geröstet, um die Faser ohne den Einsatz von Chemikalien zu extrahieren.

Mechanisch und chemisch recyceltes Polyester und Polyamid (Nylon)
Polyester und Polyamid sind synthetische Kunstfasern aus Rohöl, einer nicht erneuerbaren Ressource. Das Verfahren der Erdölraffination, des Kreierens eines Polymers, des Extrudierens und Spinnens der Faser ist energieintensiv und erfordert große Mengen an Wasser. Recyceltes Polyester und Nylon werden aus Altmaterial von Konsumenten oder Industrie, wie PET Plastikflaschen, Bekleidung oder Fischnetzen aus Nylon produziert; Material, das ansonsten auf der Deponie oder in der Verbrennung gelandet wäre. Damit wird eine weitere Ausbeutung nicht erneuerbarer Energien vermieden. 

Mechanical recycling utilises energy to re-melt the waste material. However, the resulting CO² emissions are much smaller than those produced from the manufacture of virgin fibre. Chemical recycling utilises chemical additives and involves more energy.

Recycelte Wolle
Recycelte Wolle wird aus Wollabfällen von Konsumenten oder der Industrie gewonnen. Da die Wollfasern durch dieses Verfahren kürzer werden, werden diese häufig mit anderen Fasern, wie Neuwolle oder Baumwolle gemischt, um die durchschnittliche Faserlänge zu erhöhen.

 

Ramie
Ramie ist eine nachhaltige Bastfaser, vergleichbar mit Flachs. Es handelt sich um eine der stärksten natürlichen Fasern, bis zu 8-mal stärker als Baumwolle. Allerdings benötigt man für die Verarbeitung von Ramie Chemikalien zum Degummieren der Faser.

Nessel
Nessel ist eine natürliche Faser, die aus der Nesselpflanze gewonnen wird, die ohne künstliche Bewässerung und ganz einfach ohne Pestizide auskommt. Das Verfahren zur Extrahierung der Faser braucht keine zusätzlichen Chemikalien, Enzyme oder anderen Hilfsmittel. Genutzt werden natürliche in der Nesselpflanze vorhandene Enzyme.

PLA
PLA, Akronym für Polylactid, ist eine nachhaltige Alternative für Fasern aus nicht erneuerbarem Rohöl, da sie durch Verwendung erneuerbarer landwirtschaftlicher Nebenprodukte, wie Maisstärke, Zucker und Weizen, produziert werden kann. Jedoch erfordert die Verarbeitung der Faser eine relativ hohe Menge an Energie und Pestiziden und Dünger, die in der intensiven Landwirtschaft für Mais, Zucker und Weizen eingesetzt werden.



Better Cotton Initiative

Being a jeans brand, cotton represents 80% of our collection. That is why we mainly focus on changing to sustainable options of this crop that generally needs a lot of water and pesticides to grow.

To add to our use of organic and recycled cotton, we also include Better Cotton in our material mix. G-Star is a partner of the Better Cotton Initiative (BCI) with the aim to increase the uptake of Better Cotton throughout our supply chain.

With the ultimate goal to make the entire cotton industry more sustainable, the Better Cotton Initiative (BCI) promotes good farming practices and helps farmers to make global cotton production better for the welfare of farming communities, the environment it grows in and the sector’s future.

Find more information about BCI here.



RAW Sustainable

Um die Verwendung nachhaltiger Materialien zu fördern, startete G-Star 2010 das RAW Sustainable Programm. Die Kleidung in diesem Programm wird vollständig aus innovativen nachhaltigen Materialien gefertigt und besteht aus 3 Linien, von denen jede ihren eigenen Charakter hat.

 

RAW Nettle
Nesselpflanzen brauchen viel weniger Wasser und Chemikalien als konventionelle Baumwolle. Darum kombiniert G-Star Biobaumwolle mit Nesselpflanzenfasern, um nachhaltiges Denim mit einer geringeren Belastung der Umwelt zu kreieren.

Materialien: Jede Mischung von Nesselfasern und zertifizierter Biobaumwolle.

RAW Recycled
RAW Recycled mischt gebrauchtes Denim von Konsumenten mit Biobaumwolle, um diesem Material ein zweites Leben zu bescheren. Die Verwendung recycelter Baumwolle generiert Einsparungen bei Rohmaterialien, Wasser, Chemikalien und Energie.

Materialien: Jedes Mischgewebe aus recycelter Baumwolle und zertifizierter Biobaumwolle.


RAW Organic
RAW Organic besteht aus Biobaumwolle, die ohne chemische Pestizide und Dünger angebaut wurde, was sie zu einer umweltfreundlichen Alternative für konventionelle Baumwolle macht. 

Materialien: 100% zertifizierte Biobaumwolle.

Mit der Lancierung des RAW Sustainable Programms führten wir diese nachhaltigen Materialien bei unseren Designern und Lieferanten ein. Seitdem nehmen nachhaltige Materialien einen permanenten Platz in unserem Design- und Produktionsprozess ein. 2012 verlagerten wir unseren Fokus auf nachhaltige Materialien für die gesamte Kollektion mit dem Schwerpunkt auf den am besten verkaufenden Modellen. Mit diesem Zug waren wir in der Lage den Prozentsatz an nachhaltigen Materialien zu steigern.


Seitdem steht der Name RAW Sustainable für alle Teile mit nachhaltigen Materialien in der Kollektion. RAW Sustainable Stücke sind am RAW Sustainable Etikett zu erkennen und als solche im G-Star Online-Shop gekennzeichnet.

 

Textile Exchange beschreibt unseren Fortschritt in ihrem Bericht 2012 zum Organic Cotton Market wie folgt:
“Um nachhaltige Materialien bei Designern und Lieferanten einzuführen ging G-Star von der Verwendung von Biobaumwolle in einem Nischenprogramm über auf deren Verwendung für die gesamte Kollektion, mit dem Schwerpunkt auf den am besten verkaufenden Modellen. Mit dieser Strategie gelang G-Star ein großer Schritt in puncto Volumen und verdient unsere Glückwünsche für dieses Engagement und die harte Arbeit.” 

 

In the Textile Exchange 2013 Organic Cotton Report, G-Star is ranked 5th in the Top Ten Organic Cotton Users by Growth. 



Textile Exchange Mitgliedschaft

Gemäß dem „Textile Exchange Farm and Fiber Report 2011-12“ macht Biobaumwolle nur einen kleinen Teil aller produzierten Baumwolle aus und steht für 0,5 % der weltweiten Baumwollproduktion in den Jahren 2011-12. Der Zugang zu Biobaumwolle und anderen nachhaltigen Materialien behindert die Ausweitung der Verwendung dieser Materialien in der Modeindustrie nach wie vor in wesentlichem Maße.

Textile Exchange ist eine gemeinnützige auf Mitgliedschaft basierende Organisation, die mit einem besonderen Fokus auf die Stimulierung des Anbaus und des Handels biologisch angebauter Baumwolle daran arbeitet, den weltweiten Markt für nachhaltige Textilfasern zu erweitern.

G-Star ist Mitglied von Textile Exchange und unterstützt die Anstrengungen dieser Organisation, um die schädlichen Auswirkungen der weltweiten Textilindustrie zu minimieren und deren positiven Effekte zu maximieren. Für weitere Informationen zu Textile Exchange besuchen Sie bitte www.textileexchange.org.



Nachhaltiges Waschen und nachhaltige Produktion

Wir arbeiten mit unseren Lieferanten an verschiedenen Färbe- und Bearbeitungsverfahren, inklusive Ozonbleiche, Laserbehandlungen und der natürlichen Gerbung von Leder, die geringere soziale und ökologische Auswirkungen haben:

 

Hydrite Denim
Styles in Hydrite Denim fabric are made using innovative dyeing and finishing processes that generate a big reduction in water (up to 95%), energy and chemical usage in comparison to conventional processes. In addition, these denims are dried in the air with a rotating system that is able to dry 40.000 jeans in 25 minutes, instead of using conventional dryers. Hydrite Denim is available in the G-Star collection since the Spring/Summer 2013 collection.

 

Sandstrahl-Verbot
Wir haben im November 2010 öffentlich bekanntgegeben, dass wir die Anwendung des Sandstrahlens aus unserem Produktionsverfahren verbannen und den Verkauf sandgestrahlter Produkte zum Ende 2011 stoppen. Beim Sandstrahlen wird Druckluft verwendet, um Sand gegen Kleidung zu blasen, den Stoff aufzurauen und so einen „getragenen und verwaschenen Look“ zu erzielen. Sandstrahlen kann eine sichere Technik sein, wenn entsprechende Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Ohne diese kann Sandstrahlen jedoch ernsthafte Krankheiten bei den Arbeitern verursachen, die diese Technik anwenden, da sie Quarzstaub ausgesetzt sind (einer im Sand befindlichen Verbindung). Von Beginn an, da G-Star das Sandstrahlen verwendete, wurden strenge Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen aufgestellt und wir suchten nach alternativen Techniken, um den gleichen Look für Denim zu kreieren. Um jeglichen Restrisiken vorzubeugen, haben wir im November 2010 öffentlich bekanntgegeben, dass wir die Anwendung des Sandstrahlens aus unserem Produktionsverfahren verbannen und den Verkauf sandgestrahlter Produkte zum Ende 2011 stoppen. Alle unsere Lieferanten wurden speziell über das Verbot des Sandstrahlens informiert. Die Überwachung der Einhaltung des Sandstrahlverbots ist in unserem regulären Verfahren zur Einhaltung enthalten.



ETHISCHE GEWINNUNG VON ROHSTOFFEN

In der G-Star Materialienrichtlinie werden unsere Einschränkungen und Voraussetzungen für die ethisch vertretbare Gewinnung von Rohstoffen aufgeführt. Die Standards in der Materialienrichtlinie konzentrieren sich auf artgerechte Tierhaltung, Umweltschutz und Menschenrechte. Demgemäß sind Pelz und Angora verboten. Daunen, Leder, Wolle, Holz und Baumwolle unterliegen bestimmten Vorgaben.

Der Fokus auf Nachhaltigkeit beginnt bereits bei der Konzeption und setzt sich in der gesamten Fertigungskette fort. Darum müssen wir mit Lieferanten zusammenarbeiten, die sich die G-Star Werte zu eigen machen. Aus diesem Grund wird von allen G-Star Lieferanten erwartet, dass sie gemäß der Materialienrichtlinie arbeiten, ihre Mitarbeiter, Lieferanten, Zulieferer und Niederlassungen über die Einhaltung der Richtlinie informieren und wenigstens einmal pro Saison Angaben zur Herkunft der verwendeten Rohstoffe machen.

Wir wollen die Transparenz in unserer Lieferkette aber noch weiter erhöhen. Darum arbeiten wir derzeit mit unseren Lieferanten und anderen Interessenvertretern an der Rückverfolgung der Rohstoffquellen, um Lösungen zu finden, die eine ethisch vertretbare Gewinnung von Rohstoffen gewährleisten, beispielsweise eine Zertifizierung oder Nominierung von Lieferanten.

Die G-Star Materialienrichtlinie findest du hier.

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